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Samstag, 25. November 2017

Einsätze 2005

37/2005 Große Einheit Rettungsdienst

Einsatzdaten
Einsatzzeit05.03.2005 19:11 Uhr
EinsatzortDachauer Straße
EinsatzartIuK-Einsatz
IuK-AlarmIuK-Alarm

In einem neunstöckigen Wohnhaus geriet eine Erdgeschosswohnung komplett in Brand. Ein 55-jähriger Mann war, nach eigener Aussage, in die Küche gegangen um zu trinken. Plötzlich schlug ihm Rauch entgegen. Als er die Terrassentür öffnete um zu lüften, stand bereits ein Teil der Wohnzimmereinrichtung in Flammen. Nach einem Löschversuch flüchtete der Mann ins Freie.

Bei dem Eintreffen der ersten Löscheinheiten der Feuerwehr hatte der jetzt mit genügend Sauerstoff versorgte Brand auf die gesamte Wohnung übergegriffen. Meterhohe Flammen die aus dem Fenster schlugen drohten eine darüber liegende Wohnung in Brand zu setzen. Zudem war der gesamte Treppenraum des Gebäudes stark verqualmt. Mehrere Mieter, die ihre Wohnungstüren öffneten, standen plötzlich in dichtem Rauch. In Panik flüchteten einige der Bewohner auf ihre Balkone und riefen um Hilfe. Insgesamt rettete die Feuerwehr fünf Menschen über eine Drehleiter und elf Bewohner mit Atemschutzhauben aus dem Gefahrenbereich. Zeitgleich drangen zwei Löschtrupps in die brennende Wohnung ein. Nach etwa 15 Minuten hatten die Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle.

Der Mieter der Brandwohnung hatte sich eine Rauchvergiftung und leichte Verbrennungen im Gesicht zugezogen. Er und zwei weitere Bewohner kamen nach einer ersten Versorgung zur Weiterbehandlung in Krankenhäuser. Feuerwehr-Rettungsassistenten betreuten die geretteten Hausbewohner während der 90-minütigen Löscharbeiten in einem Großraumrettungswagen. Insgesamt waren 50 Feuerwehrfrauen/-Männer der Berufs- und der Freiwilligen Feuerwehr, Abteilung Mitte, im Einsatz. Die IuK-Einheit der Abteilung Sendling wurde zur Besetzung des Einsatzleitfahrzeugs alarmiert.

Die Brandursache wird von den Spezialisten der Brandfahndung am Sonntag untersucht. Der Schaden an der zerstörten Wohnung und dem verrußten Treppenraum beläuft sich nach einer ersten Schätzung auf rund 200.000 Euro.

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