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Donnerstag, 23. November 2017

Einsätze 2015

64/2015 Unwettereinsätze - Vollalarm für die gesamte FF

Einsatzdaten
Einsatzzeit31.03.2015 09:42 Uhr
EinsatzortGerätehaus Sendling
EinsatzartWachbesetzung
VollalarmVollalarm

Das Sturmtief Niklas hat der Feuerwehr München zahlreiche Einsätze beschert. Seit Dienstagmorgen waren die Einsatzkräfte fast ununterbrochen unterwegs. Am Dienstag sind aufgrund des Sturms 4.500 Notrufe bei der Integrierten Leitstelle eingegangen. Daraus haben sich 3.476 Einsätze für Feuerwehr und Rettungsdienst ergeben. Zeitweise ist es daher am Dienstagnachmittag zu längeren Wartezeiten gekommen. Zum Vergleich: An einem „normalen“ Tag beträgt das Einsatzaufkommen in der Leitstelle 1.500 Notrufe. Nach wie vor gehen auch am Mittwoch noch in der Leitstelle sturmbedingte Anrufe ein.

Bis Mittwoch um 19 Uhr hatte die Feuerwehr 2.159 sturmbedingte Alarme abgearbeitet. Sieben Sichterteams waren in München unterwegs und beurteilten die noch offenen Einsätze nach ihrer Gefährdungslage. Danach vergaben sie Prioritäten, die festlegen, in welcher Reihenfolge die Einsätze abgearbeitet werden sollten.

In der Hauptsache handelte es sich bei den Einsätzen um einfache Sturmschäden wie umgestürzte Bäume und Bauzäune, herabgefallene Äste und Dachziegel und lockere Fassadenteile. Insgesamt waren am Dienstag rund 800 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr im Stadtgebiet unterwegs. Um dies ermöglichen zu können, erhöhte die Branddirektion ihre tägliche Personalvorhaltung.

Ab zirka 13 Uhr stellte auch das Technischen Hilfswerk Kräfte zur Verfügung, um die Schäden abzuarbeiten. Insgesamt wurden 82 Einsatzfahrzeuge zusätzlich in Dienst genommen. Die Personal- und Fahrzeugerhöhung wurde auch am Mittwoch aufrecht erhalten.

Am späten Dienstagnachmittag musste der Münchner Hauptbahnhof wegen herabfallender Glasteile geräumt werden. Der Bahnverkehr wurde vorübergehend eingestellt.

Durch eine Orkanböe hatte sich am frühen Dienstagmorgen ein fünfstöckiges Gerüst vom Gebäude gelöst. Daraufhin fiel ein 22-jähriger Bauarbeiter zwischen dem so entstandenen Abstand zum Haus vom zweiten in den ersten Stock. Er landete wieder auf dem Gerüst. Die Notarztwagenbesatzung „Mitte“ hörte die lauten Schreie vom Nachbarhaus und die Rettungsassistenten liefen sofort zum Gerüst und brachten den Mann in Sicherheit.Parallel zu der Aktion riefen die anderen Bauarbeiter die Feuerwehr. Mit den Fachkräften vor Ort befestigten die Einsatzkräfte das Gerüst wieder am Haus. Abschließend entfernten die Höhenretter noch die Schutzplane vom Gerüst, die sonst weiter als Angriffsfläche für den Sturm gedient hätte. Der verletzte Bauarbeiter kam zur weiteren Behandlung in eine Münchner Klinik. [bfm]

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