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Donnerstag, 23. November 2017

Helfen Sie uns Helfen mit der Rettungskarte

Nach einem PKW-Unfall mit Verletzten kommt es auf Sekunden an, um den Insassen bestmöglich helfen zu können. Sie können uns dabei unterstützen, in dem Sie eine Rettungskarte mitführen.

Beispiel für Informationen in einer Rettungskarte (Quelle: VDA)

Beispiel für Informationen in einer Rettungskarte (Quelle: VDA)

Für den schnellen Zugriff: Hinter der Sonnenblende auf der Fahrerseite

Für den schnellen Zugriff: Hinter der Sonnenblende auf der Fahrerseite

Oft muss die Feuerwehr nach einem Autounfall bei der Befreiung der Insassen helfen oder die Ausbreitung eines Fahrzeugbrandes verhindern. Um sicher arbeiten zu können, muss sie wissen, an welchen Orten sich im Fahrzeug Bauteile wie Airbag-Gasgeneratoren und Pyrotechnik des Gurtstraffers oder auch nur die Autobatterie befinden. Batterien unter dem Fahrersitz oder gar mehrere Batterien in einem Auto sind keine Seltenheit mehr. Dazu kommen immer stärker versteifte Karosserien, die ein Aufschneiden an manchen Stellen fast unmöglich machen.

Um zum Beispiel herauszufinden, an welchen Stellen sich Gasgeneratoren befinden, die beim Schneiden mit der Öffnet internen Link im aktuellen FensterHydraulikschere für Patient und Retter gefährlich werden können, müssen derzeit zunächst Verkleidungen im Fahrzeuginnenraum entfernt werden. Dies kostet zusätzlich Zeit und bindet Rettungskräfte.

Derzeit gibt es noch keine einheitliche Dokumentation zu allen Fahrzeugtypen für Rettungskräfte der Feuerwehr. Dennoch bieten einige Fahrzeughersteller schon solche Informationen an, teilweise bereits in vereinheitlichter Form.

Die Zukunft gehört vermutlich dem sogenannten Öffnet externen Link in neuem FenstereCall. Geplant ist ein europaweites Notrufsystem, das bei einem Unfall automatisch einen Notruf auslösen und per Satelliten-Navigation Informationen über den Unfallort liefern wird. Denkbar ist hierbei auch die Übertragung von Fahrzeugdaten entsprechend der Rettungskarte, Informationen über ausgelöste Airbags usw.
eCall soll ab 2011 für Neufahrzeuge eingeführt werden.

So können Sie uns schon jetzt unterstützen

  • Laden Sie das Datenblatt, das Ihrem Hersteller entspricht, über die unten genannte Liste herunter.
  • Drucken Sie sich die Seite aus, die zu Ihrem Automodell passt. Bitte in Farbe drucken, da mit Farbkennzeichnungen gearbeitet wird.
  • Deponieren Sie das Blatt hinter der Sonnenblende auf der Fahrerseite. Optimal: Mehrfach ausdrucken und auch zu den Fahrzeugpapieren legen.

Das Prinzip der Rettungskarte wird unter anderem unterstützt vom ADAC, vom Verband der Automobilindustrie und von vielen Feuerwehren.

Rettungskarten für über 40 Automodelle zum Download:
www.rettungskarte.de

Rettungskarte-Aufkleber selbst ausdrucken:

[rei]
02.10.2009 Alter: 8 Jahre
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