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Samstag, 25. November 2017

Besucherandrang bei Aktionstag „Feuerwehr zum Anfassen“

Mehr Gäste als erwartet haben sich am Samstag dem 8. Januar 2011 über die beiden neuen Hilfeleistungslöschfahrzeuge informiert. Viele Sendlinger haben ihre Kenntnisse in Erster Hilfe getestet, sich über die Tätigkeitsfelder der Feuerwehr Sendling und über die Jugendfeuerwehr München Süd informiert.

Klein und Groß wollten wissen, wie man bei Herz-Kreislauf-Stillstand richtig hilft

Klein und Groß wollten wissen, wie man bei Herz-Kreislauf-Stillstand richtig hilft

Keine Angst vorm Feuerwehrmann

Keine Angst vorm Feuerwehrmann

Was man mit der Wärmebildkamera sieht, wurde anschaulich erklärt

Was man mit der Wärmebildkamera sieht, wurde anschaulich erklärt

Hydraulisches Schneidgerät im Einsatz

Hydraulisches Schneidgerät im Einsatz

Der Förderverein informierte

Der Förderverein informierte

Wer bei der Jugendfeuerwehr ist, lernt wichtige Feuerwehrknoten

Wer bei der Jugendfeuerwehr ist, lernt wichtige Feuerwehrknoten

Illustration zur Gerätehaus- und Fahrzeuggeschichte der FF Sendling

Illustration zur Gerätehaus- und Fahrzeuggeschichte der FF Sendling

In vier Stunden besuchten mehrere hundert Gäste das Sendlinger Gerätehaus

In vier Stunden besuchten mehrere hundert Gäste das Sendlinger Gerätehaus

Bereits zu Beginn gab es einen großen Andrang rund um das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) mitten in der Fahrzeughalle. Um das Fahrzeug herum gab es etliche Möglichkeiten, sich über die Feuerwehr Sendling und deren Aktivitäten und Sonderaufgaben zu informieren, wovon im Verlauf des Tages mehrere hundert interessierte Bürger Gebrauch gemacht haben.

Was eine Herz-Lungen-Wiederbelebung ist und wie man sie bei einer leblosen Person richtig anwendet, konnte unter Anleitung jeder selbst an einer Ersthelfer-Station ausprobieren. Das große Interesse zeigte, dass erfreulich viele Mitbürger in einer solchen Notsituation künftig besser handeln können. Darüber hinaus wurde die Bedienung eines Automatisierten Externen Defibrillators (AED) eingeübt.

Was kann das Fahrzeug, die Besatzung und Ausrüstung?

In verschiedenen Stationen wurde die neue Ausstattung des Feuerwehrfahrzeuges präsentiert. So wurde anschaulich vorgeführt, woraus die Ausrüstung eines Atemschutzgeräteträgers besteht und wieviel diese wiegt. Dabei können bis zu 30 kg nur durch Persönliche Schutzausrüstung und mitgeführter Atemluft zusammen kommen.

Bei den Atemschutzgeräten ist derzeit ein Generationswechsel im Gange. Die neuen Geräte sind etwa fünf Kilogramm leichter und haben dennoch für einige Minuten mehr Luft in der Atemluftflasche.

Im neuen HLF gibt es nun fünf Plätze, auf denen die Einsatzkräfte bereits während der Fahrt zum Einsatzort ihre Atemschutzgeräte anlegen können. Einmal auf so einem Platz zu sitzen war sehr begehrt bei kleinen und großen Feuerwehr-Fans, sodass Besucher hin und wieder auf den nächsten Platzwechsel warten mussten.

Zur Ausrüstung bei Brandeinsätzen gehört auch die Wärmebildkamera, deren Einsatzmöglichkeiten erläutert wurden. Derzeit steht die Anschaffung einer Wärmebildkamera für das zweite Sendlinger HLF an, für deren Finanzierung der Förderverein auf jede einzelne Spende angewiesen ist.

Mehr Kraft zum Schneiden

Zum Schneiden und Spreizen von Fahrzeugteilen steht jetzt eine Ausrüstung zur Verfügung, die auch künftigen Anforderungen entspricht. So können hochfeste Werkstoffe besser bearbeitet werden, wie sie in heutigen Neuwagen Verwendung finden. Zudem kann der hydraulische Rettungssatz schneller in Betrieb genommen und sicherer bedient werden.

Neben dem hydraulischen Rettungsschere und dem hydraulischen Spreizer kann zur Befreiung von eingeklemmten Personen nach einem Verkehrsunfall ein hydraulischer Zylinder eingesetzt werden.

Während des Aktionstages wurden dem staunenden Publikum vorgeführt, wie eine Autotüre mit einigen Schnitten in mehrere Teile zerlegt werden kann. In der Praxis ist dadurch bei Unfällen eine patientengerechte Rettung der Autoinsassen schnell möglich.

Ebenso zur Technischen Hilfeleistung der Feuerwehr gehört das Anheben oder Auseinanderdrücken von schweren Lasten zum Befreien von eingeklemmten Personen mittels pneumatischer Hebekissen. Bis zu 24 Tonnen kann ein einzelnes dieser Hebekissen in Sekundenschnelle anheben, was eindrücklich gezeigt wurde.

Der Förderverein informierte

Der Verein „Freunde der Freiwilligen Feuerwehr in Sendling e.V.“ zeigte einige der Ausrüstungsgegenstände, die vom Förderverein mitfinanziert wurden.

Die Anschaffung wichtiger Mittel für den Feuerwehreinsatz oder die Ausbildung wie AED, Absturzsicherung oder Rettungspuppen wären ohne die Unterstützung des Fördervereins nicht möglich gewesen. Der Verein bedankt sich an dieser Stelle ganz herzlich für die am Aktionstag erwiesene Spendenbereitschaft.

Jugendliche und Ausbilder präsentierten die Jugendfeuerwehr München Süd

Multimedial wurden Beispiele der ehrenamtlichen Jugendarbeit gezeigt. Ob die Kids bereits die Feuerwehr-Grundlagen kennen, konnten sie beim Binden von Feuerwehrknoten selber ausprobieren.
Die Jugendfeuerwehr München bietet eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung und vermittelt Grundkenntnisse in der Brandbekämpfung, der Technischen und Ersten Hilfe.

Auch für die jüngsten Besucher wurde etwas geboten, denn sie konnten sich ein Andenken der besonderen Art mit nach Hause nehmen: Gegen eine kleine Spende gab es ein Erinnerungsfoto von einem Ritt auf einem der Sendlinger Feuerwehr-Motorräder.

Und noch viel mehr

Als Rahmenprogramm konnten sich die Besucher umfangreich über die Geschichte der Feuerwehr in Sendling und über die Entwicklung der Fahrzeugtechnik anhand verschiedener Schautafeln informieren. So war ersichtlich, dass die Sendlinger Feuerwehr noch Anfang des letzten Jahrhunderts mit Pferdefuhrwerken ausrückte und das Löschwasser mit Muskelkraft pumpen musste.

In der heutigen Zeit dagegen ist es für Autofahrer nützlich, eine sogenannte Rettungskarte im Auto mit zu führen. Nach einem Unfall kann sie den Rettungskräften zur Technischen Hilfeleistung einen schnellen Überblick über Besonderheiten der Fahrzeugtechnik verschaffen. Als kostenloser Service erhielt jeder Interessierte eine zu seinem Fahrzeug passende Rettungskarte.

Nach vier Stunden ging der Aktionstag langsam zu Ende. Die Feuerwehr Sendling fühlt sich durch den Zuspruch der Gäste bestätigt, die Themen des Aktionstages richtig gewählt zu haben. Wiederholung in ähnlicher Form nicht ausgeschlossen.

[rei]
09.01.2011 Alter: 7 Jahre
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