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Donnerstag, 23. November 2017

Realitätsnahe Einsatzübung

Am Abend des 17.04.2007 führte die Abteilung Sendling eine Brandeinsatzübung unter realitätsnahen Bedingungen durch.

Brandbekämpfung und Personenrettung unter schwerem Atemschutz

Der „Patient“ wird betreut

Bei drei Übungszimmerbränden wurden mehrere Personen über tragbare Leitern gerettet und notfallmedizinisch erstversorgt. Anschließend wurde der Löschangriff vorgenommen, dazu mussten auch Türen gewaltsam geöffnet werden. In diesen Einsatzszenarien wurden die Kameraden verschiedensten Stresssituationen ausgesetzt.

Der erste Übungszimmerbrand war für einen Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr vorgesehen. Die Schwierigkeit des Einsatzes bestand darin, dass die Bewohner eines kompletten Wohnblockes durch den Brand in Panik geraten waren. Sie mussten beruhigt und anschließend über tragbare Leitern gerettet werden. Erschwerend kam hinzu, dass auch Anwohner des Nachbarhauses, die nicht durch den Brand gefährdet waren, in Panik gerieten.

Zwei weitere Übungsbrände stellten ähnliche Szenarien dar. Diese Einsatzübungen waren jeweils für eine Löschgruppe vorgesehen. Hierbei waren die Kameraden den Stressfaktoren „schreiendes Kind“ und „streitendes Paar“ ausgesetzt. Wiederum mussten die Personen beruhigt und über tragbare Leitern in Sicherheit gebracht werden.

Im letzten Brandszenario wurde die Löschgruppe zu einem Übungskellerbrand alarmiert. An der Einsatzstelle erkannte man, dass der Zugang zum Brandraum erschwert ist, da das anfangs noch rauchfreie Treppenhaus innerhalb kurzer Zeit verraucht war. Die Kellerräume mussten unter schwierigsten Sichtverhältnissen nach Personen abgesucht werden. Die letzte Gefahr dieses Abends bestand in einem Atemschutznotfall.

Durch die Einsatzübung konnten die Kameraden für die Gefahren an der Einsatzstelle sensibilisiert und zukünftige Ausbildungsschwerpunkte herausgearbeitet werden.

[sen]
17.05.2007 Alter: 11 Jahre
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