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Donnerstag, 23. November 2017

Dauereinsatz für die Sendlinger Floriansjünger

Als sich am Mittwoch Abend der Himmel über München verdunkelte, war zu erahnen, dass auch die Feuerwehr Sendling unwetterbedingt tätig werden würde. Aber erst mehr als 30 Stunden später war klar: Neben den üblichen Hilfeleistungseinsätzen wegen des Starkregens wurden die Sendlinger Feuerwehrler bei Tag und Nacht in weiteren ganz unterschiedlichen Einsätzen gefordert.

Überflutungen nach Starkregen

Überflutungen nach Starkregen

Großbrand Reichertshofen (Foto: FF Reichertshofen)

Großbrand Reichertshofen (Foto: FF Reichertshofen)

Am Mittwoch den 20. Juni hat die Integrierte Leitstelle München um 17:50 Uhr Feuerwehr-Vollalarm für die Landeshauptstadt ausgerufen. Das bedeutet für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr, dass sie sich in ihren Gerätehäusern einzufinden haben, um bei Alarmierungen ohne Verzögerung zum Einsatzort zu gelangen.

Diese Alarmierungen ließen auch nicht lange auf sich warten und so wurden von der Sendlinger Feuerwehr Wohnungen und Keller vom Wasser befreit und Verkehrsbehinderungen an unter Wasser stehenden Straßen beseitigt.

Nach etwa 6 Stunden Dauereinsatz für vier Sendlinger Feuerwehrfahrzeuge und deren Besatzungen hatte sich gegen Mitternacht die Lage entspannt, sodass sich die Feuerwehrfrauen und -männer in ihr Bett oder in die Nachtschicht ihrer Berufe verabschieden konnten.

Aber selbst nach diesen 13 Alarmierungen innerhalb weniger Stunden war noch kein Ende der Einsatzserie für die Sendlinger in Sicht: Noch am Vormittag des Folgetages wurde die Abteilung als Führungsunterstützung im Rahmen eines Überland-Kontingenteinsatzes zum Großbrand einer Lagerhalle in Reichertshofen im Landkreis Pfaffenhofen alarmiert.

Damit noch nicht genug: Wenige Stunden später — ein Teil der Mannschaft war noch außerhalb Münchens gebunden — mussten weitere Einsatzkräfte der Abteilung Sendling zur Unterstützung der Örtlichen Einsatzleitung wegen eines Bombenfundes in Richtung Laim ausrücken.

Wegen dieses lang andauernden Einsatzes mussten die Kollegen und Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr mit einer Wachbesetzung der Feuerwache 3 in der Heimeranstraße ersetzt werden. Dies forderte dann allerdings auch noch die letzten verfügbaren Kräfte der Abteilung Sendling.

Selbst im Rahmen der Wachbesetzung wurden die dort hin verlegten Sendlinger Kameradinnen und Kameraden noch zu einem Hilfeleistungseinsatz alarmiert, der sich über mehrere Stunden hinzog.

Damit gingen nach vielen zig Stunden ehrenamtlichen Einsatzes die bislang ereignisreichsten zwei Tage dieses Jahres der Feuerwehr Sendling zu Ende.

[rei]
23.06.2012 Alter: 5 Jahre
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