Hydraulischer Rettungssatz
Das Rettungsgerät wird bei Verkehrsunfällen zum Befreien von eingeklemmten und eingeschlossenen Personen eingesetzt. Der Rettungssatz wird auf dem
HLF 20/16 mitgeführt.
Der hydraulische Rettungssatz besteht im Wesentlichen aus
- einem Hydraulikaggregat,
- einem Rettungsspreizer,
- einer Rettungsschere, sowie
- einem Rettungszylinder.
Das tragbare, strombetriebene Hydraulikaggregat stellt einen maximalen Öldruck von 720 bar in den Rettungsgeräten bereit. Die Schläuche sind wegen des starken Öldrucks sehr robust und die Kupplungen einfach zu bedienen. Im Gegensatz zu der Vorgängergeneration mit ihrem Zwei-Schlauch-System muss nun nur noch ein Schlauch pro Gerät gekuppelt werden.
Die Rettungsschere kommt beim Abtrennen von Kraftfahrzeug-Karosserieteilen zum Einsatz. Um verunfallte Personen aus einem Pkw achsengerecht retten zu können, muss gegebenenfalls das Autodach abgenommen werden. Dazu werden A-, B- und C-Säulen eines Fahrzeuges, also die Holme zwischen den Fahrzeugscheiben, durchtrennt.
Das Schneidgerät hat bei einem Eigengewicht von ca. 18 kg eine maximale Schneidkraft von 927 kN (etwa 93 Tonnen).
Der Rettungsspreizer wird sowohl zum Öffnen von deformierten und verklemmten Türen als auch zum Schaffen von Zugangsöffnungen verwendet. Darüber hinaus können damit auch Blechteile mit den Spreizerbacken zusammen gequetscht werden, um Platz zu schaffen. Der Spreizer wiegt ca. 18 kg und hat eine maximale Spreizkraft von 206 kN, was in etwa 21 Tonnen entspricht.
Zusätzlich können mittels eines montierbaren Kettensatzes weiter auseinander liegende Autoteile zusammen- oder auseinandergezogen werden.
Um für eine bessere Ausleuchtung der Arbeitsbereiche zu sorgen, haben sowohl der Spreizer als auch die Schere eine in den Griff integrierte batteriebetriebene Beleuchtung. Das Zubehör zum Rettungssatz ist übersichtlich in einer Aluminium-Box verlastet und kann dadurch schnell zur Geräteablage transportiert werden.





