Grundausbildung
Bevor die eigentliche Grundausbildung beginnen kann, ist es in München erforderlich, die „Leistungsprüfung Wasser“ abzulegen. Zur Vorbereitung auf diese wird vom Bereich Süd eine Einweisung zum Thema „Grundwissen der Feuerwehr“ durchgeführt.
Die weitere Grundausbildung in Stichworten:
- Truppmann I
- Truppmann II
- Atemschutzlehrgang
- Grundmodul I: Umgang mit Betroffenen, Stress im Einsatzdienst, Fitness und Gesundheit
- Grundmodul II: Schnitttechnik, Verkehrsunfall - Person eingeklemmt
- Grundmodul III: Kettensägen, Trennschleifen
- Grundmodul IV: Technische Hilfe bei Schienenfahrzeugen
- Grundmodul V: Unwettereinsatz
- Grundmodul VI: Gefahrgut und Strahlenschutz
Die Grundmodule sind jeweils meist zweiwöchige Fachlehrgänge zu einem speziellen Thema. Sie können während der Grundausbildungszeit flexibel sowohl von der Reihenfolge als auch vom Termin her besucht werden.
Truppmann I (Grundlehrgang)
Nun ist es endlich soweit, dass der Truppmann-Grundlehrgang beginnen kann. Vorausgesetzt, man ist 16 Jahre alt und ist im Besitz einer gültigen arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung nach G26.
Im Truppmann-Grundlehrgang erlernt man in etwa drei Monaten, wie Hydranten geöffnet werden, eine Wasserversorgung hergestellt wird und ein Löschaufbau aussieht. Außerdem werden die ersten Erfahrungen mit einer Steckleiter gemacht und man erhält eine Erste-Hilfe-Ausbildung.
Wurde dieser Teil mit Erfolg gemeistert, dann erhält man seinen
Funkmeldeempfänger („Piepser“) und darf mit der aktiven Mannschaft zu Alarmen ausrücken.
Sobald das 18. Lebensjahr erreicht ist, darf man den
Truppmann-Aufbaulehrgang absolvieren.
Truppmann II (Aufbaulehrgang)
Im Truppmann-Aufbaulehrgang wird man mit Aufgaben und Geräten konfrontiert, die nach den Berufsgenossenschaftlichen Grundsätzen erst von volljährigen Kameraden und Kameradinnen durchgeführt werden dürfen.
Man lernt den Umgang mit der Schiebe-, Dreh- und Hakenleiter, sowie mit dem „
Gerätesatz Absturzsicherung“. Zusätzlich werden die Grundlagen über den Einsatz von Sprechfunkgeräten vermittelt.
Atemschutzlehrgang
Ein sehr wichtiger Bestandteil der Grundausbildung in München ist die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger. In diesem etwa dreimonatigen Lehrgang erfährt man den Umgang mit einem umluftunabhängigen Atemschutzgerät (Pressluftatmer), man erlernt das Öffnen von Türen, das Absuchen von stark verrauchten Räumen und das Retten von Personen.
Dieser Lehrgang beinhaltet außerdem einen Besuch in der Brandsimulationsanlage (BSA) der Feuerwehrschule München, wo die Heißausbildung stattfindet. Hier kann die eigentliche Brandbekämpfung trainiert werden. Zusätzlich ist eine Simulation eines Flash-Over oder eines wieder entfachenden Feuers möglich.



