Munitionsfund: Räumung des Sperrbereichs um den Zwergackerweg

Die Evakuierung der Anwohner aus dem erweiterten Sperrbereich rund um die Munitionsfunde am Zwergackerweg 3 in Freimann verlief am Freitag Morgen ohne besondere Vorkommnisse.

Die Betroffenen reagierten verständnisvoll und kooperativ auf die Notwendigkeit, ihre Häuser zu verlassen, nachdem der Sprengmeister von einer erhöhten Gefährdungslage vor Ort ausgeht. Insgesamt wurden 52 Personen in verschiedenen Hotels untergebracht. Außerdem werden fünf Katzen im Tierheim versorgt.

Da die meisten Betroffenen ihre Unterbringung in Eigeninitiative geregelt hatten, konnte die Anlaufstelle im Willi-Graf-Gymnasium geschlossen werden. Die Zugänge zum Sperrbereich wurden daraufhin mit Bauzäunen gesichert. Polizei und Feuerwehr waren vor Ort und sollen durch einen privaten Sicherheitsdienst unterstützt werden.

Neben diverser Weltkriegsmunition unterschiedlicher Nationen und verschiedenster Kaliber sowie Minen und panzerbrechender Munition wurde u. a. die Chemikalie Phosphor festgestellt. Eine genaue Analyse kann jedoch erst im Verlauf der Bergung erfolgen.

Die Sprengmeister arbeiteten im Zweischichtbetrieb über zwölf Stunden bei Tageslicht – auch am Wochenende. Für die betroffenen Anwohner wurden Zeitfenster eingerichtet, damit sie ihre Häuser betreten können, um das Nötigste zu erledigen.

Die IuK-Gruppe der Abteilung Sendling wurde als Führungsunterstützung angefordert.