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Donnerstag, 14. Dezember 2017

Historisches Feuerwehr-Lexikon

Im historischen Tagebuch werden häufig heute ungebräuchliche Begriffe und Abkürzungen verwendet. Diese Begriffe und historisches Feuerwehr-Fachwissen werden in dieser Sprach- und Sachwörterliste erklärt.

Das Lexikon wird immer dann erweitert, wenn erklärungsbedürftige Begriffe in veröffentlichten Opens internal link in current windowTagebuch-Auszügen hinzukommen.

6. Kompanie

6. Kompanie (oder „VI. Compagnie“) der Freiwilligen Feuerwehr München war der Name der Sendlinger Feuerwehr ab 1877, durch die Eingemeindung Sendlings nach München, bis zur Neuorganisation der Münchner Feuerwehr im Jahre 1914. Ab diesem Jahr war die Sendlinger Feuerwehr die Abteilung 1 der Freiwilligen Feuerwehr München.

Abprotzspritze

Als Abprotzspritzen wurden Handpumpen bezeichnet, die auf einem eigenen einachsigen Wagen, der Protze, zum Brandplatz gezogen wurden. Dort wurden sie, ähnlich einer heutigen Tragkraftspritze, vom Wagen abgesetzt und durch Muskelkraft betrieben.

Chargierter

Als Chargierter wurde früher ein Führungsdienstgrad in der Feuerwehr bezeichnet.

Inspektion

Eine Inspektion – damals „Inspection“ geschrieben – war eine Übung, bei der die Einsatzbereitschaft der Geräte und der Mannschaft durch das Feuerwehr-Kommando überprüft wurde. Frühjahrs- und Herbst-Inspektionen sind im Tagebuch dokumentiert.

Kneipe

Als Kneipe wurde das gesellige Zusammensein am Abend in einem Lokal bezeichnet, bei dem häufig Fassbier getrunken wurde. In Sendling fanden diese Treffen oft nach Übungen im Caffe Hierl oder Caffe Harras statt.

Ständige Wache

Als Ständige Wache wurde die Berufsfeuerwehr in ihren Anfangsjahren bezeichnet. Sie rückte damals vom Heumarkt, dem heutigen St.-Jakobs-Platz, aus. 

Zenetti

Arnold Zenetti, ab 1867 Stadtbaurat in München, Mitbegründer der Münchner Freiwilligen Feuerwehr und von 1879 bis 1891 deren Kommandant.