Anschaffungen

Nachfolgend eine Auswahl der Ausrüstungsgegenstände, die unter anderem durch Vereinsgelder und Spenden ermöglicht oder gefördert wurden. Ganz unten finden Sie eine umfangreiche Liste mit Anschaffungen der letzten Jahre

Vielen Dank allen Spendern und Vereinsmitgliedern für Ihre Unterstützung!

Akkubetriebener Lüfter

Die beiden Akku-Hochleistungslüfter der Firma Leader (Modell BATfan 20) ermöglichen das einfache Entrauchen und Belüften von Gebäuden nach einem Brand. Dank Akku können die Lüfter 20 Minuten unter Volllast arbeiten, bevor sie mit Strom versorgt werden müssen.

Durch das Gewicht von unter 25 kg und die kompakte Bauweise – der Lüfter kann zusammengeklappt werden – kann er von einer Person getragen werden. Dadurch sind diese sofort einsatzbereit, da man nicht unmittelbar einen Stromanschluss suchen muss und ein Kabel kann dann bei längerem Betrieb in aller Ruhe gelegt werden.

Dabei sind sie nur in etwa so laut wie ein Staubsauger. Gerade im Innenbereich ist somit eine Verständigung während des Lüfterbetriebes möglich und es entstehen im Vergleich zu einem Verbrennungsmotor-betriebenen Modell keine Abgase. Der Wartungsaufwand ist auch gering, denn bei Nichtgebrauch muss die Batterie nur alle sechs Monate nachgeladen werden.

Nach oben

Rettungskeile

Für jeden Einsatz unerlässlich sind Holzkeile. Mit ihnen können Türen gesichert werden, damit sie nicht zufallen können. Das sichert den Rückzugsweg der Einsatzkräfte und ermöglicht nachrückenden Kräften den Zugang.

Die Keile sind aus Hartholz und besitzen das Sendlinger Einhorn als Brandzeichen. Mit einem Loch versehen, können die Keile mit Kabelbindern an der Uniform befestigt werden. Das ermöglicht den schnellen Zugriff.

Automatisierter Defibrillator

Während des Herzkammerflimmerns wird der Herzmuskel nicht mit Sauerstoff versorgt und geschädigt. Um das Kammerflimmern frühzeitig zu bekämpfen, wird mit Hilfe eines Automatisierten Externen Defibrillators (AED) ein gezielter elektrischer Impuls auf das Herz abgegeben.

Der AED ist ein automatisches Gerät, das selbständig und mit höchster Zuverlässigkeit entscheidet, ob und zu welchem Zeitpunkt ein Stromimpuls abgegeben wird. Die Geräte vom Typ „LIFEPAK® CR Plus“ sind in der Abteilung Sendling dauerhaft auf beiden Hilfeleistungslöschfahrzeugen verlastet

Nach oben

Wärmebildkameras

Die Bezirksausschüsse Sendling und Sendling-Westpark haben den Kauf der Kameras mit finanziellen Mitteln unterstützt. Die Kameras, die ein älteres Modell aus dem Jahre 2003 ersetzen, sind mit Ladeerhaltungen in den beiden Hilfeleistungslöschfahrzeugen (HLFs) eingebaut. Zwei Kameras deshalb, weil nur dadurch die beiden ansonsten identisch ausgerüsteten HLFs gleichwertig eingesetzt werden können.

Das Prinzip der Wärmebildkamera beruht auf der Messung der Infrarotstrahlung und Darstellung auf einem Bildschirm. Je mehr Wärme ein Körper oder Gegenstand abstrahlt, um so heller wird er in der Kamera dargestellt.

Bei Brandeinsätzen ist die Wärmebildkamera ein unentbehrliches Hilfsmittel zum Aufspüren von Brandherden. Für diese hohen Temperaturen ist sie mit einer Hitzeschutzhülle ausgestattet.
Aber auch ein geringer Temperaturunterschied wie der eines Menschen zu dessen Umgebung reicht bereits aus, um diese Person in einem verrauchten Raumen aufzufinden.   

Technische Daten der Wärmebildkamera „Hornet M 320“:

  • Startzeit: ca. 1 Sekunde
  • Temperaturbereich: -40 °C bis 600 °C
  • Betriebsdauer: bis zu 7 Stunden
  • Auflösung: 320 x 240 Pixel
  • Display: 3,5" TFT-Farbdisplay
  • Videoaufzeichnung: integriert, bis zu 4 Stunden

Nach oben

Rettungspuppen

Die Besonderheit, die diese Puppen von einfachen Holz-Gelenkpuppen unterscheidet, ist einerseits das realistische Gewicht und zum anderen die Beweglichkeit der Körper, die der von leblosen Personen entspricht. Die beiden Puppen, die erwachsene Personen darstellen, haben ein Gewicht von jeweils 70 Kilogramm, die Kinderpuppe wiegt 20 Kilogramm.

Eingesetzt werden die Puppen zum Üben der Personenrettung bei Brand- und Hilfeleistungseinsätzen, bei denen die Darstellung von verletzten Personen durch menschliche Statisten nicht möglich ist. Dazu zählen Übungslagen wie die eines Verkehrsunfalls mit einer eingeklemmten Person oder Übungen mit dem Einsatzstichwort „Zimmerbrand - eine Person vermisst“.

Bei dieser Investition in die Ausbildung der Feuerwehrkameraden wurde ein besonderes Augenmerk auf eine hohe Verarbeitungsqualität und Langlebigkeit der Puppen gelegt. Deshalb fiel die Wahl auch auf Puppen eines namhaften Herstellers, bei dem der Qualität auch ein entsprechender Preis entgegensteht.

Nach oben

Digitalkameras

Kompakt, robust und lichtempfindlich. Das sind einige der wichtigsten Merkmale, die von den Kameras erfüllt werden sollten. Die Wahl fiel auf die Modelle G11 und D10 aus der Produktreihe PowerShot der Firma Canon.

Bei der G11 kann die Bildsensor-Empfindlichkeit bis zu 12.800 ISO gewählt werden. Das ist wesentlich empfindlicher, als bei Kompaktkameras üblich. So kann in vielen Situationen ohne Blitz fotografiert werden. Dadurch gelingen auch in der Dämmerung oder nachts gleichmäßig belichtete Fotos von Personen oder Fahrzeugen mit Sicherheits-Reflexstreifen.

Fotos der G11 dienen sowohl Ausbildungs- und Übungszwecken als auch der Öffentlichkeitsarbeit. Sie werden zum Erstellen von Bildmaterial für Schaukasten, Internet-Seite und Jahresbericht verwendet.

Die Besonderheit der silber-blauen Kamera D10 ist die Unempfindlichkeit gegen starke Verschmutzung und Regen. Die Kamera kann auch zum Fotografieren mehrere Meter unter Wasser eingesetzt werden. Selbst kleinere Stürze soll die Kamera ohne Blessuren überstehen.

Der Einsatzbereich der D10 reicht von IuK- und Flughelfer-Aufgaben bis zur Dokumentation bei der Erkundung durch Kradmelder sowie zur Protokollierung bei Lagebesprechungen und der Lagekartenführung.

Die Speichermedien aller Kameras sind untereinander austauschbar und deshalb flexibel einsetzbar. Finanziert wurden die G11-Kameras durch Mittel des Fördervereins, die D10 wurden durch das Kommando der Freiwilligen Feuerwehr München beschafft.

Nach oben

Persönliche Handlampen

Schlechte Sichtverhältnisse ob jetzt durch Brandrauch, unbeleuchtete Räume oder die Dunkelheit der Nacht erschweren täglich die Arbeit der Feuerwehrleute erheblich. Deshalb sind Lampen ein wichtiger Bestandteil der Grundausstattung eines jeden Trupps. Auf jedem Löschfahrzeug werden fünf Lampen mitgeführt, jedoch genügt dies in der Regel nicht.

Aufgrund dessen haben wir jetzt mittels einer Sammelbestellung eine höhere Anzahl an Handlampen bestellt.
Jedoch handelt es sich hierbei nicht einfach nur um gewöhnliche Lampen. Um den Feuerwehrstandards gerecht zu werden und, um die Zuverlässigkeit und Einsatzfähigkeit in gefährlichen Situationen garantieren zu können, entsprechen die Lampen einem sehr hohen Sicherheitsstandard. Lampen mit einem Ex-Schutz können gefahrlos an explosionsgefährdeten Einsatzstellen verwendet werden, beispielsweise bei ausströmendem Gas. Ohne einen solchen Schutz kann die Sicherheit der Einsatzkräfte nicht gewährleistet werden.

Die Anschaffungskosten der Lampen werden von den Sendlinger Einsatzkräften privat getragen, diese erhalten jedoch einen Zuschuss in Höhe von 20 Euro durch den Verein der Freunde der Freiwilligen Feuerwehr in Sendling e.V.

Nach oben

GPS-Navigationsgeräte

Die sichere Navigation zum Einsatzort beherrschte die Feuerwehr schon lange bevor sich satellitengestützte Navigationsgeräte für jedermann verbreitet hatten. Da die Kameraden im Ausrückgebiet wohnen und teils auch dort arbeiten, kennen sie bereits viele Straßen und Plätze aus der eigenen Erfahrung. Diese Ortskunde ist unbezahlbar.

Für den Fall, dass eine Adresse einmal nicht bekannt ist, wurde noch zu Zeiten von Stadtplänen in Papierform ein ausgeklügeltes Straßenkartei-System angelegt. Darin sind der Weg zu jeder Hausnummer innerhalb des Ausrückgebietes beschrieben und wichtige Einzelobjekte separat aufgeführt. Durch definierte Lotsenpunkte wurde die karteibasierte Navigation vereinfacht.

Mittels der neuen GPS-Geräte lässt sich die Navigation zum Einsatzort deutlich beschleunigen. Nun werden Baustellen mit Umleitungen oder die aktuelle Verkehrsdichte berücksichtigt. So kann erstmals auf Probleme im Anfahrtsweg reagiert werden.

Immer häufiger müssen auch im Rahmen der Ausbildung und der Einsätze Gebiete außerhalb von Sendling angefahren werden. So wurden in den Navigationsgeräten bereits viele „Points of Interest“ (Orte von Interesse) eingetragen. Also Orte, die für die Feuerwehr Sendling wichtig sind, wie zum Beispiel die Standorte aller Berufsfeuerwehr-Wachen, Schulen, Krankenhäuser oder Polizeistationen im Stadtgebiet. Das Gerät berechnet dann die kürzeste oder schnellste Route zum Ziel, wie auch vom privaten PKW bekannt.
Zudem ist die Abteilung Sendling im Rahmen der Freiwilligen Feuerwehr München in einem Überlandkontingent zur bundesweiten Hilfe im Katastrophenfall eingebunden. Für solche Einsätze sollen Sendlinger Fahrzeuge auch außerhalb Münchens schnell und sicher ans Ziel gelangen.

Ein anderer wichtiger Aspekt ist die zunehmend elektronische Erfassung und Verbreitung von geografischen Daten. Dadurch wird künftig das Übernehmen solcher Daten in Navigationsgeräte noch einfacher und es entsteht ein zusätzlicher Mehrwert: Die Straßen und Objekte lassen sich mit weiteren feuerwehrrelevanten Daten verknüpfen. So ist die Kombination mit Informationen zu Gefahrgut-Lagerorten oder einem Hydrantenplan denkbar.

Nach oben

Gerätesatz-Absturzsicherung

Er ist unentbehrlich beim Arbeiten in exponierten Lagen und zum Sichern von Personen in großen Höhen: Der Gerätesatz Absturzsicherung. Die Ausrüstung besteht hauptsächlich aus dem angelegten Auffanggurt, einem mindestens 60 Meter langen Kernmantel-Dynamikseil mit HMS-Karabiner, mehreren Endlos-Bandschlingen mit Karabinerhaken und einem Sicherungsdreieck.

Mit dieser Anschaffung konnten zwei Probleme auf einmal gelöst werden: Sicherheitsrelevante Geräte wie das Seil und der Gurt haben nur eine begrenzte Lebensdauer. Danach müssen solche Teile außer Dienst gestellt werden. Durch die Neuanschaffung wurden diese ausgemusterten Teile ersetzt.

Darüber hinaus war es Ziel, zusätzliche Gerätesätze vorzuhalten. Zusammen mit den von der Branddirektion gestellten Sätze werden nun auf beiden Fahrzeugen jeweils zwei Gerätesätze mitgeführt, mit der Möglichkeit, einen weiterern Gerätesatz zu verlasten. Damit kann zum Beispiel bei Unwettereinsätzen schnell und zeitgleich gearbeitet werden. Darüber hinaus bietet der jetzige Pool mehr Flexibilität bei der Ausbildung mit dem Gerät.

Nach oben

Anschaffungen der letzten Jahre

Jahr Menge Ausrüstung Förderquelle*
2018 1 Hochdruckreiniger Kärcher SP, MB
2018 2 Gerätesatz Absturzsicherung (Ersatzbeschaffung) SP, MB
2018 2 CO-Warngerät SP, MB
2018 2 Spalthammer mit Halligan-Trage SP, MB
2018 1 AED Lifepak CR Plus Trainingsgerät SP, MB
2017 2 Nebelmaschine Look Viper S SP, MB
2016 2 Akku-Hochleistungslüfter BATfan 20 SP, MB
2015 1 Festool Absaugmobil CTL Midi mit Zubehör SP, MB
2015 1 Akku-Nebelmaschine Look Power Tiny SP, MB
2014 45 Rescuetec Rettungsscheren-Set Köln SP, MB
2014 1 Mobiler Infostand für Öffentlichkeitsarbeit SP, MB
2013 1 Professionelle Mehrzweckleiter SP, MB
2013 2 AED Lifepak CR Plus + Trainingsgerät SP, MB
2012 1 Atemschutzgeräteträger-Übungspuppe ZSP Spardabank
2012 1 Wärmebildkamera Hornet 320M SP, MB, BA6
2012 1 Wärmebildkamera Hornet 320M SP, MB, BA7
2012 1 HLW-Übungspuppe ZSP Spardabank
2011 1 Nebelmaschine Antari + Zargesbox SP, MB
2010 2 Canon Powershot G11 Digitalkamera SP, MB
2010 1 Alarmhandy Nokia 6310i SP, MB
2010 21 Zuschuss zu persönlicher, ex-geschützter Handlampe SP, MB
2010 4 Navigationsgerät TOMTOM GO 730 Traffic SP, MB
2008 3 Übungspuppe SP, MB, BA6, BA7
2008 3 Gerätesatz Absturzsicherung SP, MB
2006 5 Motorrad-Schutzkleidung Halvarsson SP, MB
2005 2 Rettungsrucksack SP, MB, BA6, BA7
2004 1 Wärmebildkamera MSA Auer SP, MB, BA6, BA7
2002 1 Automatisierter Externer Defibrillator SP, MB, BA6, BA7

* Förderquelle Abkürzungen: