Löschgruppenfahrzeug LF 16/12

Das Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 war vom 21. November 2003 bis Ende 2010 das erstausrückende Fahrzeug der Abteilung Sendling. Im Zuge der Indienststellung der beiden Hilfeleistungslöschfahrzeuge HLF 20/16 wurde das Fahrzeug zur Abteilung Obermenzing verlegt.

Es enthielt sowohl Schläuche und Armaturen zur Brandbekämpfung, als auch Gerätschaften für umfassende Technische Hilfeleistungen. Abgerundet wurde die Ausstattung durch medizinische Ausrüstung und Gerätschaften zur adäquaten Erstversorgung von Notfallpatienten.

Das LF 16/12 war mit einem 1.600 Liter fassenden Wassertank und einem 200-Liter-Schaummitteltank ausgerüstet. Somit konnte zum Beispiel über den formstabilen, 60 Meter langen Schnellangriffsschlauch ein unmittelbarer Löschangriff wahlweise mit Wasser oder, oft effektiver, mit Schaum vorgenommen werden. Im Mannschaftsraum konnten bereits während der Anfahrt zur Einsatzstelle drei umluftunabhängige Atemschutzgeräte aufgenommen werden.

Am Fahrzeugheck ist ein pneumatischer Lichtmast montiert, der über einen tragbaren Stromerzeuger mit 13 kVA Leistung versorgt wird. Die am Fahrzeug angebrachte Umfeldbeleuchtung sorgt für zusätzliche Sicherheit bei Nacht.

Für die Technische Hilfeleistung (zum Beispiel bei Stürmen und Unwettern) standen ein Handseilzug, Motor- und Elektrokettensägen, Handsägen, Trennschleifer, Abdeckplanen und Werkzeug zur Verfügung. Abgerundet wurde die Ausrüstung für dieses Einsatzspektrum durch einen Elektro-Sauger und zwei unterschiedliche Tauchpumpen. Zur Sicherung der Mannschaft in großer Höhe waren zwei Gerätesätze „Absturzsicherung“ vorhanden, Gurte, wie man sie aus dem Klettersport kennt.

Auch für den Bereich der Menschenrettung war das LF 16/12 gut gerüstet. Zur Rettung von eingeklemmten Personen (zum Beispiel bei Verkehrsunfällen) standen neben hydraulischem Rettungsspreizer und -schere auch ein Rettungszylinder und Lufthebekissen zur Verfügung. Statt dem altbekannten Sprungtuch führte es einen Sprungretter mit sich. Es handelt sich hierbei im Prinzip um ein mittels Pressluftflasche aufblasbares Luftkissen, in das zu rettende Personen hineinspringen können. Im Gegensatz zum Sprungtuch werden nicht mehr 16 Mann, sondern nur noch zwei Feuerwehrleute zum Halten benötigt, was eine enorme personelle Entlastung mit sich bringt.

Zur fachgerechten Rettung und Versorgung von Verletzten standen eine Schaufeltrage sowie Erstversorgungskasten und Beatmungskoffer zur Verfügung.

Technische Daten

Baujahr 2003
Dienstbeginn in Sendling 2003
Dienstende in Sendling 2010
Leistung 250 PS
Abmessungen (L/B/H) in m 7,85/2,50/3,20
Gewicht 14.000 kg
Wassertank 1600 Liter
Schaummitteltank 200 Liter
Besatzung 1/8 (Gruppe)